Der Carnascèr fascian

Der "carnascèr fascian", Fassatals Karneval, ist eine sehr wichtige und berühmte Veranstaltung im Bereich der ladinischen Kultur. Es handelt sich um einen uralten Volksbrauch, der noch heute zahlreiche Zuschauer verlockt. Die Besonderheit dieses Fest besteht darin, dass man die klassischen Verkleidungen des italienischen Karnivlas nicht  trifft, sondern begegnet man besonderen Masken, die niergendwo gefunden sein können.

Der Fassatals Karnival beginnt offiziel am 20 Januar, Fest von Penia, wo am Abend bei der alten Schule findet die große Maskerade statt, die das Fest öffnet. Die Masken und die Veranstaltungen folgen den ganzen Karnival entlang aufeinander, in allen Dörfer des Tales. Der letzten Karnivalssonntag wird in Campitello das Ende des Karnivals mit dem großen Faschingszug organisiert.

DIE MASKEN DES CARNASCÈR FASCIAN

Der Laché: der Laché spielt die Rolle des Butlers und ist die Maske, die die Maskerade einführt. Er trägt ein buntes Kleid (sowie fast alle ladinischen Masken) mit einer gefransten Kopfbedeckung und einem Prügel, mit vielen bunten Streifen auf der Spitze. Am Anfang der Maskerade sagt der Laché einen rituellen Satz: seinen Taschentuch am Mond führend, deklamiert er: "Ich bitte um die Erlaubnis, in diesen Schloss oder Palast mit meiner schönen und großen Gesellschaft einzutreten". Dann stürzt er sich in der Mitte der Menge und sich auf sienen langen Prügel stützend springt er dreimal und schließlich gejt er ab. Jetzt kommen die anderen Masken.

 

 

Der Bufon: der Bufon ist eine lustigee und sehr verschmitzte Maske; während der Maskerade geht er unter den Leuten umher und das Gesäß der Damen mit seinem "stica" (Stab) prügelnd, macht er sich über sie wegen ihrer körperlichen Defekten lustig; manchmal sagt er Versen und kleine Kinderreime über Sex und Erotik auf: sehr oft ist er ziemlich anstößig: zum Beispiel, bei seiner Auftritt in der Maskerade, sagt er immer "Lèrga, lèrga che son pien de merda" (Platz da!Platz da! Ich bin voll Scheiße!). Das Kleid des Bufons ist sehr hübsch: an den Füßen trägt er bunte "stinfernes" (Socken) und eine reich geschmückte Schürze umgibt seine Hüften. Der "ciapel da bufon" (Hut des Bufons) ist auch sehr schön: es handelt sich um eine spitze Kopfbedeckung mit vielen bunten Streifen; der Bufon dann hält die "stica" in der Hand, um die Damen zu reizen, und der "ocèl" (Fernglas), um sie besser zu erblicken. Das Gesicht des Bufons ist durch die "facera da bufon" (Maske) versteckt, eine wunderbare und natürlich handgeschnitze Holzmaske, mit einem roten Gehänge an der Spitze der Nase.

 

Die Marascons: die marascons sind Masken, die sich in fast allen Dörfer des Tales in Paaren bewegen. Sie sprechen nicht, sie springen Arm in Arm in sttetigem Rythmus; wenn sie springen, ihre "bronzins" (Kuhglöcken), die ihren Körper umgeben, klingeln. Das Kleid der marascons ist maßvöller als das der laché und der bufon: weiße Socken, schwarze Dreiviertelhosen, Lederbund mit den Glöcken und zum Schluß der Hut, der dem der laché ähnelt.

 

 

 

Der Coscrit te ceston: der coscrit te ceston (der Rekrut im Korb)ist eine sehr hübsche Maske, die eine optische Täuschung bietet. Auf den ersten Blick besteht er aus zwei Personen: eine alte und krumme Frau mit einem Korb auf den Rücken; aus diesem Korb tritt den Kopf eines Burschen auf. In Wahrheit ist das Gesicht der Alte nur ein Teil des Kleides, während der Bursche ist derjenige, der das Kleid trägt, und tritt mit dem Kopf im Korb auf. Die Maske stellt eine alte Mutter dar, die ihren Sohn zur Musterung begleitet (Rekrut), weil er Angst davor hat.

 

 

Il Paiazo: si tratta di una maschera comune solo a Campitello; di solito compare accanto al laché e nella sua comicità priva di intelligenza è il contraltare della comicità arguta e intelligente del Bufon.

Il Zeberchie: anche il zeberchie è una maschera che presenta un'illusione ottica. E' composto da due persone, una davanti, seduta, con le braccia appoggiate a un tavolo e con un paio di scarpe sulle mani; l'altra, in piedi, dietro, indossa un'ampia giacca. L'effetto ottico è quello di un nano, con braccia e gambe cortissime, seduto su di un tavolo. Non potendosi muovere, il zeberchie gira solitamente sui carri allegorici.

L'Arlekin: è una personaggio che non ha assolutamente niente a che fare con l'arlecchino conosciuto nel resto d'Italia. E' una maschera tipica di Moena, la cui funzione durante il carnevale è quella di mantenere l'ordine. Generalmente se ne incontrano due per ogni mascherèda, e sono rappresentati da due giovani molto abili a correre. Hanno un cappello a punta con qualche bronzin (campanaccio), un velo bianco sul volto, una camicia legata con una grossa cintura piena di campanelli, pantaloni fin sotto le ginocchia di colori diversi e stivali. Tengono in mano un frustino e brandendolo rincorrono i bambini per le vie del paese, colpendoli con la loro arma.

 

I Lonc: anche qui si tratta di maschere tipiche del carnevale di Moena; sono due personaggi molto alti, poiché gli uomini che le impersonano stanno su due trampoli e girano di solito in coppia. Sono coperti con un lenzuolo bianco fino ai piedi; in cima è attaccata una grossa testa con disegnato il volto (alcune volte si trovano addirittura senza volto). Sono maschere innocue, che girano per il paese di solito dall'imbrunire in poi, spaventando la gente.

 

 

La faceres da bel: le "maschere belle" sono travestimenti che non riproducano nulla di particolare ma che rappresentano personaggi positivi e di una certa gradevolezza estetica; un esempio è il "guant da steles" (vestito di stelle), nella foto, costituito con piccole listarelle di legno colorate e unite a mo' di veste.

 

 

 

 

La faceres da burt: le "maschere brutte" rappresentano al contrario personaggi raccapriccianti e selvaggi, come "l'om dal bosch" (l'uomo del bosco) o i "strions" (stregoni) nella foto.