Vater Ujëp Freinademetz

Vater Freinademetz da OiesVater Freinademetz ist die andächtigste Persönlichkeit nicht nur von Enneberg, sondern auch von ganzen Südtirol. In den Kirchen der Dörfer von Enneberg, wie in vielen anderen Kirchen in der Provinz und auch in den privaten Häusern, findet man Heiligenbilder dieses beliebten Mannes, der oft angerufen wird, um ires wunderbaren Land zu schützen. Im Weltmissionstag 1975 sprach der Papst Paul VI Ujëp Freinademetz selig und stellte inh als ein zu folgendes Modell und einen zu rufenden Patron. Darüber hinaus wurde er den 9 November 2003 von Papst Johannes Paul II heilig gemacht. Der Papst unterstrich bei diesem Anlass die Wichtigkeit von China für die ganze Welt und für die Mission der Kirche. Übrigens ist es nicht möglich, über Ujëp Freinademetz zu sprechen, ohne ihn in Beziehung mit dem Schicksal des Christentums zu sehen. Er wurde in Oies (in der Nähe von S. Leonardo/Pedraces) 1852 in einer Bauernfamilie geboren; er wurde zum Priester im Jahr 1875. Das erste dokumentierte Wunder von Vater Freinademetz reicht 1939 zurück. Die eindruckvollste Orte, wo man heutzutage des Lebens und der Werken gedenken kann, sind die ihm gewidmete Kirche und das Geburtshaus in Oies. Ujëp Freinademetz fuhr im April 1879 nach China ab. Er war gerade 27 Jahre alt. Sein Missionsdienst, der fast 29 Jahre dauerte - er starb im Januar 1908 - war völlig dem chinesichen Volk gewidmet. Er kam nimmermehr in Europa zurück. In jener Zeit war die Mission sehr oft in einer Kolonialistsicht verwickelt: es gab keine wirkliche Grenze zwischen der Europäischen Kultur und dem Evangelium. Die Missionare abfuhren, um den Ungebildeten zu lehren, den in den Finsternissen lebenden und vom Teufel unterworfenenden Völkern zu beleuchten. Der wichtigste Ziel war das Evangelium zu predigen und die Seelen durch die Taufe zu retten; darüber hinaus glaubten die Missionare daran, dass sie die Zivilisation einem rückständigen Volk zu bringen. Heutzutage wäre es reichlich anachrinistich, im Werk von Ujëp Freinademetz die sogenannte Akkulturation; nämlich war die extreme Güte die wichtigste Eigenschaft von Ujëp. Die Christenheit, am meistens die Neugetauften und arme Leute, fassten Zuneigung zu ihm, wie zu einem Großvater; schon im Jahr 1884 scrieb er in einem Brief: "Die Chinesischen sind ein sehr kluges und mit vielen Geschicklichkeiten begabtes Volk , auch Bauern sprechen, als ob sie Doktoren wären...sehr oft sind sie besser als europäische Leute". Einige Jahre nach scrieb er noch: " Die Chinesischen sind ein wunderbares Volk, das große Eigenschaften und Gaben besitzt". Er erklärte auch: "Ich liebe China und das chinesiche Volk und ich möchte gern für sie sterben...Ich will auch im Himmel chinesisch bleiben. Ende 1907 die wurde Mission durch den Typhus getroffen und auch Ujëp zog sich das Leiden zu, während er die Kranken half. Er starb am 28 Januar und empfahl seinem Obere, sich um die anderen Kranken zu kümmern, weil - sagte er - wir herkommen sind, um zu dienen.