Sellajoch (von Canazei)
Es ist ein klassicher Abstieg in den Dolomiten; es ist 11 Kilometer lang und die Höhenunterschied ist etwa 800 meters. Ma fährt ganz im Zentrum von Canazei, die Straße ss48 entlang, aber der echte Abstieg beginnt neben der Kirche von S. Floriano. Man lässt sofort das Dorf hinter sich und für 2 Kilometer ungefähr steigt die Straße ziemlich leicht, durch acht einfache Kehren. Die Geschwindigkeit kann in dieser Strecke zwischen 13 und 15 Kilometern ändern, wenn man ein bißchen trainiert ist. Dann wird der Weg ganz eben für zirca ein Kilometer; wenn man ermüdet ist, das ist der beste Zeitpunkt, um sich zu erholen; sonst kann man hier die 16-20 Km/h erreichen. Die Straße nimmt wieder auf, aufzusteigen, ohne starke Neigungen, und zwei Kehren führen nach einer flachen Strecke, wo sich links die Lupo Bianco Hütte befindet, neben einem kleinen See. Das ist fast ein Drittel der ganzen Tour. Nach der Hütte der Abstieg ist noch da: man fährt einen Kilometer mit 4 Kehren durch, bis zu einer Ablenkung: recht fährt man in die Straße ss48, nach dem Pordoijoch, während links biegt man in die Straße ss242 nach dem Sellajoch ein. In diesem Stück sind nur die letzte 200 meters vor der Ablenkung ein bißchen schwieriger als die Strecke, die schon durchgefahren hat. Wenn die ss242 beginnt, wird die Neigung anstrengender, aber es handelt sich nur um eine kurze Strecke; nämlich wird der Weg sofort eben im Gebiet von Pian Schiavaneis: das ist der letzte flache Stück vor der Spitze. Es fehlen noch 5 Kilometer. Wenn die Ebene zu Ende ist und der Aufstieg nimmt wieder auf, macht man damit Ernst: jetzt kommt der schwierigste Stück der Tour. Man muss drei lange und steile Gerade durchfahren, wo die Neigung auch den 8 und 11% erreichen kann. Meiner Meinung nach, nur die letzte Gerade weniger anstrengend ist, aber es ist nicht einfach. Nach diesen drei geradlinigen Teilen, erreicht man die 2000 Meter Höhe; es fehlen noch 200 Meter bis zum Ende der Tour. Jetzt findet man glücklich eine Kehre nach rechts, wo die Neigung nimmt ein bisschen ab; darüber hinaus, wenn man nach oben schaut, kann man die letzten 2 Kilometer der Straβe nach dem Joch. Obwohl man sehr müde ist, jetzt sind sie ganz sicher, es zu schaffen: man muss nur die letzten Kräfte sammeln. Die Neigung ist jetzt vielleicht stärker als die ersten Kilometer, aber sicherlich ist es leichter als die drei soeben gefahrenen geradlinigen Teilen. Im letzten Stück sind die Kehren sehr häufig, und sie erlauben, sich ein bisschen zu erholen. Und das hätten wir geschafft!Nach dem letzten geradlinigen Stück kann man das Ziel sehen, das Sellajoch mit der berühmten Maria Flora Hütte. Das Panorama über den Langkofel und die Marmolada ist wunderbar.
DURCHSCHNITTDAUER: 55 Minuten
PERSÖNLICHE REKORD: 44 Minuten